Liebherr
Über Liebherr
Liebherr ist ein schweizerisch-deutsches Familienunternehmen, das 1949 von Hans Liebherr gegründet wurde und sich zu einem der vielseitigsten und innovativsten Hersteller von Baumaschinen, Kränen und Industrieausrüstung entwickelt hat. Die Geschichte des Unternehmens beginnt unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg, in dem Hans Liebherr beim Ulm Pioneer Battalion 101 unter der Army Group South im deutsch-sowjetischen Krieg gedient hatte. Nach Kriegsende erkannte er die dringende Notwendigkeit für effiziente Baumaschinen für den Wiederaufbau Europas.
Die bahnbrechende Innovation, die Liebherr zum Durchbruch verhalf, war der mobile Turmdrehkran TK 10, den er 1949 in Kirchdorf an der Iller, Deutschland, entwickelte. Im Gegensatz zu den schwerfälligen, stationären Kränen der damaligen Zeit war der TK 10 leicht transportierbar und einfach auf der Baustelle aufzubauen – eine Revolution im Baugewerbe. Diese Erfindung legte den Grundstein für ein Unternehmen, das heute zu den weltweit führenden Kranherstellern zählt.
Was Liebherr besonders auszeichnet, ist die bemerkenswerte Diversifikation des Produktportfolios. Neben Baukränen und Baumaschinen wurde das Unternehmen zu einem bedeutenden Zulieferer für die Luftfahrtindustrie, insbesondere für Airbus. Liebherr produziert außerdem kommerzielle Kühlgeräte und Haushaltskühlschränke sowie einige der größten Bergbau- und Erdbewegungsmaschinen der Welt. Der T 282 B ist der zweitgrößte LKW der Welt, während der neunachsige Mobilkran LTM 11200-9.1 mit seinem 100-Meter-Teleskopausleger 2007 die Auszeichnung “Development of the Year” erhielt – als weltweit leistungsstärkste Maschine ihrer Klasse.
Das Unternehmen hat seinen Hauptsitz heute in Bulle, Schweiz, und ist über die Jahre zu einem globalen Konzern mit Standorten in vielen Ländern gewachsen. Die irische Fabrik in Killarney, County Kerry, produziert seit 1958 Containerkräne, die über den Hafen von Fenit weltweit exportiert werden. In Australien investierte Liebherr 2013 65 Millionen AU-Dollar in die Erweiterung des Hauptsitzes in Adelaide. In den USA wurde die Produktionsstätte in Newport News, Virginia, zwischen 2012 und 2015 für 45,4 Millionen US-Dollar renoviert und erweitert, um die Produktion von Bergbau-LKWs auf über 100 Einheiten pro Jahr zu steigern.
Bis 2017 war die Belegschaft auf 43.869 Mitarbeiter angewachsen, und 2018 überschritt Liebherr erstmals in seiner Geschichte die 10-Milliarden-Euro-Umsatzmarke mit einem Gesamtumsatz von 10,551 Milliarden Euro. Das Unternehmen bleibt in Familienbesitz und steht für deutsche Ingenieurskunst, Schweizer Präzision und globale Exzellenz.